Outriders Vorschau: Öder Klon oder neuer Koop-Spaß?

Outriders Logo
Vorschau

Die Demo zu Outriders ist seit einigen Tagen draußen. In dieser Outriders Vorschau gehe ich der Frage nach, ob das Spiel ein Hit werden könnte!

Outriders Information

Genre: Koop-RPG-Shooter

Entwickler: People Can Fly

Publisher: Square Enix

System: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series, Google Stadia, Microsoft Windows

Erscheinungsdatum: 01.04.2021

Preis: ab 59,99 Euro

Website: Outriders Homepage

Outriders Vorschau

Die Demo zu Outriders, dem neuen Koop-RPG-Loot-Shooter vom Entwickler „People Can Fly“ und dem Publisher „Square Enix“ ist mittlerweile seit einigen Wochen verfügbar und es ist auch ein riesen Erfolg. Das Spiel ist quasi ein Mix aus Diablo, The Divison und Destiny, wobei es dem Deckungsshooter „The Division“ am ähnlichsten ist. Denn auch „Outriders“ bedient sich zum Großteil an Deckungsmechaniken bei Kämpfen.

In dieser Outriders Vorschau möchte ich Euch meine Eindrücke von der Demo aufzeigen.

Ein etwas langatmiger Einstieg

Zu Beginn der Demo können wir uns einen Charakter erstellen, wobei die Optionen dafür relativ überschaubar sind. Wir können zwischen einem Männlichen oder Weiblichen Charakter auswählen, Haare, Bart und einige weitere Kleinigkeiten anpassen. Danach suchen wir uns noch einen Namen für unseren Helden aus und es kann auch schon losgehen.

Outriders Vorschau: Outriders Charaktererstellung
Outriders Demo: Charaktererstellung

Bevor wir spielen dürfen, werden wir noch in einer Introsequenz über die Geschehnisse informiert. Im Allgemeinen sind die Videosequenzen zwischendurch sehr schön anzusehen. Danach geht es endlich los, denkt man sich zumindest. Gut, vom Prolog darf man sich nicht allzu viel erwarten, denn zu Beginn müssen wir mit den diversesten Typen und Frauen sprechen bzw. machen was von uns in dieser Quest abverlangt wird. Es werden Charaktere eingeführt und die Hintergrundgeschichte etwas vertieft.

Nebenbei wird uns wie von anderen Spielen gewohnt, die Steuerung erklärt, die geübten Spielern eigentlich relativ einfach von der Hand gehen sollte, denn auch hier orientiert man sich an der Standard-Tastenbelegung. Und auch so gibt es keine innovativen Gameplaymechaniken, sondern eher die Standardkost, was aber nicht schlecht sein muss.

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Der Prolog von Outriders gestaltet sich ein wenig langatmig und es passiert lange Zeit auch nichts großartiges. Erst in der Mitte bis zum Ende des Prologs zieht die Action ein wenig an und man wird auch Gameplay-Technisch etwas gefordert und in die Deckungs-Mechaniken eingeführt. Zu erwähnen ist ebenfalls, dass sich der Einstieg des Spiels nur Solo bestreiten lässt, der Koop-Modus kommt erst danach. Storytechnisch wird es erst zum Ende des Prologs richtig interessant, vor allem mit dem schwarzen Schleim (oder Pilz), aber zu viel möchte ich von der Story nicht verraten, da hier durchaus Potential vorhanden ist.

Anfangs könnte durchaus der Gedanke aufkommen, dass das Spiel relativ langweilig ist und dass auch das Gameplay nicht wirklich überzeugen kann und vor allem nichts neues bietet. Diesen Gedanken hatte ich auch, aber wenn man sich durch den Einstieg kämpft (im wahrsten Sinne des Wortes), könnte es durchaus sein, dass man seine Meinung noch ändert. Dazu aber etwas später mehr.

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Outriders Vorschau: Prolog des Spiels im Livestream

Outriders Grafik und Technik

Ich habe die Outriders Demo auf der PlayStation 5 gespielt, bin momentan aber noch etwas zwiegespalten. Outriders setzt auf die Unreal Engine 4 und es sieht eigentlich ganz schick aus, aber es ist jetzt auch kein Grafikkracher. Grafisch sollte man also nichts bahnbrechendes erwarten, aber die Darstellung erfüllt den Zweck und ist durchaus solide.

Teilweise suggeriert einem das Spiel weitläufige Gebiete bzw. eine Open-World, aber im Grunde sind es leider nur Schlauchlevel, die von der Größe her variieren. Auf den ersten Blick mag das etwas Schade sein, aber dies passt eigentlich ganz gut ins Konzept des Spiels.

Outriders Gameplay - Offene Welt wird suggeriert, sind aber Schlauchlevel
Outriders Vorschau: Wirkt wie eine Open-World, ist es aber nicht

Im Großen und Ganzen wirkt die Grafik stimmig und es läuft auch in 60 FPS (mit kleinen Rucklern).

Was mich auf der technischen Seite in der Demo mehr stört, ist folgendes:

Die Zwischensequenzen und Dialoge laufen mit 30 FPS und man merkt hier auch deutliches Ruckeln. Zudem ist der Ton oft Asynchron und manchmal hören die Sequenzen auch zu früh auf und das wirkt dann oft so, als würde jemand diese abbrechen. Teilweise sind auch die Untertitel oder die Sprache noch in Englisch, obwohl das Spiel auf Deutsch eingestellt ist. Diese Dinge stören den sonst reibungslosen Spielfluss, aber die Entwickler sind sich dieser Probleme bewusst und sollen bis zum Release noch ausgemerzt werden. Die Sequenzen sollen dann auch in 60 FPS laufen. Also ist das Meckern auf hohem Niveau.

Ansonsten läuft die Outriders Demo technisch einwandfrei, was schon sehr bemerkenswert ist.

Outriders Gameplay

Wie weiter oben schon gesagt, ähnelt das Gameplay eher dem Spiel „The Division“ von Ubisoft, denn man setzt auch in Outriders auf Deckungsmechaniken im Kampf. Aber: Hier wird das Spiel etwas repetitiv und Vorhersehbar, denn wenn man in einem Gebiet eine Reihe von Deckungen sieht, kann man davon ausgehen, dass gleich eine Menge an Gegnern auftauchen wird.

Outriders Gameplay: Der Shooter baut auf Deckungsmechaniken auf
Outriders Vorschau: Deckungsmechaniken

Und jetzt komm ich zu dem Punkt, den ich oben schon angesprochen habe, falls man denkt, das Spiel wäre langweilig. Wenn man den Prolog des Spiels beendet hat, kann man sich endlich in den Koop-Modus stürzen und zusammen mit seinen Freunden (oder Unbekannten) zocken. Die maximale Gruppengröße ist auf 3 Spieler beschränkt, was meines Erachtens eine perfekte Gruppengröße ist, da man so auch nicht zwingend auf viele Spieler angewiesen ist.

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Nachdem man sich für eine der 4 Klassen (Technomant, Pyromant, Assassine, Verwüster) entschieden hat, kann es auch schon los gehen. Und im Gruppenspiel entfaltet sich dann das Spiel und es macht eine Menge Spaß. Alleine die einzelnen Fähigkeiten der Klassen machen in Kombination in der Gruppe Sinn, sind schön in Szene gesetzt (vor allem die Raum-Zeit-Verzerrung des Assassinen ist Klasse) und man muss in den Kämpfen, vor allem bei Bossgegnern, taktisch vorgehen. Denn die Bosse haben es teilweise in sich und sie sind sehr anspruchsvoll und knackig, je nach dem welche Stufe die Spieler in der Gruppe haben.

Man sollte sich schon eine gewisse Taktik mit den Gruppenmitgliedern zurecht legen und auch auf die Unterbrechungsfähigkeiten zurück greifen, denn sonst hat man oft keine Chance gegen die Bosse. Hier spielt das Spiel seine große Stärke aus, denn die Kämpfe machen Spaß und sind fordernd, auch wenn es am Ende immer auf die gleichen Deckungsmechaniken hinaus läuft.

Outriders Vorschau: Klassenauswahl
Outriders Klassen: Die verfügbaren Klassen im Spiel

Die meisten Aktionen sind in Quests bzw. Missionen verpackt, damit man weiß warum man etwas macht und dabei winken am Ende schöne Belohnungen, wie neue Ausrüstung, Waffen oder Ressourcen. Diese findet man auch überall in der Welt in Kisten oder beim Töten von Gegnern und Bossen.

Das heißt in erster Linie geht es darum, wie in anderen ähnlichen Spielen auch, neue Ausrüstung zu finden, den Charakter stärker zu machen, damit man höherstufige Inhalte meistern kann. Dabei werden die Items in Seltenheitsstufen unterteilt, von Standard bis Legendär ist alles vertreten, so wie man es auch von Genrevertretern kennt.

Outriders Inventar
Outriders Vorschau: Das Inventar in Outriders erinnert an Destiny

Outriders Endgame – Expeditionen und mehr

Die Spieler steigen mit absolvierten Missionen im Level auf, wobei man mit dem Ende der Kampagne wohl ca. auf Level 30 kommen soll. Das Maximallevel ist Stufe 50, welches man dann mit den Endgameinhalten erreichen soll. Es gibt nämlich noch die Weltränge, die bis Stufe 15 gehen und je nach dem den Schwierigkitsgrad erhöhen und besseren Loot versprechen. Dann schaltet man die Expeditionen frei. Für das Endgame gibt es 15 Expeditionen, die es zu Meistern gilt.

Man sollte damit eigentlich eine Weile beschäftigt sein. Schauen wir mal, wie lange es dauert, bis die ersten Spieler damit durch sind. Laut Entwickler sind nämich keine DLC’s oder dergleichen geplant, da das Spiel nicht als „Game as Service“ konzipiert wurde. Das heißt es werden keine fortlaufenden Updates (Spielinhalte) erscheinen. Einerseits ist diese Entscheindung löblich, andererseits finde ich es bei diesem Titel etwas Schade, da gerade solch ein Spiel für fortlaufende Updates prädestiniert ist.

Lassen wir uns Überraschen ob sich die Entwickler nicht doch noch anders Entscheiden werden.

Zum Schluss möchte ich Euch noch ein kleines Koop-Gameplay von mir zeigen, damit Ihr auch einen kleinen Einblick für das Spiel nach dem Prolog erhaltet. Wie gesagt, wenn man mit dem Prolog fertig ist, entfaltet sich das Spiel erst so richtig und man sollte Outriders durchaus eine Chance geben.

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Outriders Vorschau: Outriders Demo Gameplay (Koop)

Outriders erscheint nach einer Verschiebung am 1. April für die PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S, PC und Google Stadia.

Das wars mit meiner Outriders Vorschau. Ich hoffe Ihr hattet Spaß damit und könnt Euch nun ein wenig vom Spiel vorstellen. Vielleicht teilt Ihr auch einige meiner Kritikpunkte, würde mich über Kommentare dazu von Euch freuen. Jetzt gibt es noch mein Fazit von mir!

Fazit

Während dem Prolog von Outriders war ich eigentlich recht skeptisch, was das Spiel betrifft. Es passierte nicht viel und das Spiel kam auch nur langsam in die Gänge. Aber nachdem ich mich durch den Einstieg gekämpft habe, hat sich der Zauber von Outriders so richtig einfaltet.

Natürlich darf man bei diesem Spiel nicht erwarten, dass es etwas komplett Neues ist, oder das es das Genre revolutioniert. Es ist ein solider Deckungsshooter wie z.B. The Division. Aber es verfolgt dennoch ein paar Interessante Aspekte, wie zum Beispiel die Expeditionen im Endgame. Natürlich muss man erst noch abwarten, in wie weit diese einem wirklich motivieren.

Aber das Spiel ist schön knackig und herausfordernd, deswegen dürfte es nicht so schnell langweilig werden. Das kommt auch daher, dass man seinen Charakter hochleveln muss und mit den diversesten Items ausrüsten und stetig verbessern sollte. Kleinere Craftingmechaniken sollten in der Vollversion ebenfalls mit von der Partie sein.

Das Herzstück ist der Koop-Modus. Die 4 verschiedenen Klassen haben alle Ihre Vor- und Nachteile und ergänzen sich im Zusammenspiel mit anderen wunderbar. Vor allem sind einige Fähigkeiten und Effekte imposant und schön anzusehen. Es spielt sich in der Gruppe ebenfalls sehr gut.

Wenn die Entwickler von People Can Fly die angesprochenen technischen Aspekte bis zum Release beseitigen können, dann steht uns am 1. April ein spaßiges Koop-Abenteuer ins Haus, dass uns durchaus einige viele Stunden Spielspaß bereiten wird. Die Suche nach besseren Items, die Story, das Koop-Gameplay etc. ist sehr motivieren und macht Lust auf mehr!

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